
Von einzelnen Bauteilen bis zum vollständigen Luftfahrzeug: Jede Herstellung in der Luftfahrt unterliegt klar definierten, regulatorischen Anforderungen. Produktionsprozesse müssen nachvollziehbar dokumentiert, Qualitätsstandards eingehalten und Freigaben entsprechend den Vorgaben der EASA durchgeführt werden.
Mit EASA Part 21 G werden die Anforderungen an genehmigte Herstellungsorganisationen (Production Organisation Approval – POA) festgelegt. Ziel ist es, sicherzustellen, dass Luftfahrtprodukte und Komponenten jederzeit entsprechend der zugelassenen Entwicklungsunterlagen gefertigt werden und die Anforderungen an Qualität, Sicherheit und Lufttüchtigkeit erfüllen.
Das Part 21 G Training der HELIOS Academy vermittelt die regulatorischen Grundlagen sowie die organisatorischen Anforderungen an Production Organisations. Im Mittelpunkt stehen Fertigungsprozesse, Qualitätssicherung, Verantwortlichkeiten und die Zusammenarbeit mit Entwicklungsorganisationen nach Part 21 J.
Was umfasst das Part 21 G Training der HELIOS Academy?
Das Part 21 G Training vermittelt die regulatorischen Grundlagen und organisatorischen Anforderungen an genehmigte Herstellungsorganisationen nach EASA. Behandelt werden Produktionsprozesse, Qualitätssicherung, Freigabeverfahren sowie die Zusammenarbeit mit Entwicklungsorganisationen und Luftfahrtbehörden.
Lernziele des Part 21 G Training
Das Training vermittelt ein fundiertes Verständnis der Anforderungen an Production Organisations nach EASA Part 21 G. Im Mittelpunkt stehen die Organisation von Fertigungsprozessen, Qualitätssicherung, regulatorische Verantwortlichkeiten sowie die Zusammenarbeit mit Entwicklungsorganisationen. Ziel ist es, Produktionsabläufe im regulatorischen Kontext sicher einzuordnen und die Anforderungen an eine genehmigte Herstellungsorganisation nachvollziehen zu können.
Von der Entwicklung zur Herstellung
Eine zugelassene Entwicklung nach Part 21 J bildet die Grundlage: Ein Produkt darf aber erst innerhalb eines genehmigten Produktionssystems hergestellt werden. Die Aufgabe einer Part 21 G Organisation besteht darin, Entwicklungsunterlagen in zuverlässig reproduzierbare Fertigungsprozesse zu überführen und dabei jederzeit die Übereinstimmung mit der zugelassenen Konstruktion sicherzustellen.
Dazu gehören unter anderem dokumentierte Produktionsabläufe, definierte Verantwortlichkeiten, geeignete Prüfverfahren sowie eine lückenlose Nachweisführung. Nur wenn all diese Prozesse ineinandergreifen, kann die Konformität eines Luftfahrtprodukts dauerhaft gewährleistet werden.
Qualität entsteht während der Fertigung.
Qualität ist ein Prozess, kein Endzustand: Bereits während der Herstellung stellen festgelegte Verfahren, Prüfungen und Freigaben sicher, dass die Produkte den zugelassenen Entwicklungsunterlagen entsprechen.
EASA Part 21 G definiert die Anforderungen an das Produktionssystem, das Qualitätsmanagement und die Verantwortlichkeiten innerhalb einer Produktionsorganisation. Das Training vermittelt die regulatorischen Grundlagen und zeigt, wie diese Anforderungen in bestehende Fertigungsprozesse integriert werden können.
Entwicklung und Herstellung sind zwei eng miteinander verknüpfte Bereiche innerhalb der Luftfahrt. Während eine Part 21 J Organisation technische Änderungen entwickelt und nachweist, setzt eine Part-21G-Organisation diese Vorgaben im Rahmen kontrollierter Fertigungsprozesse um.
Das Training erläutert die Aufgaben beider Organisationsformen, ihre Schnittstellen sowie die Anforderungen an Kommunikation, Dokumentation und Änderungsmanagement. Dadurch entsteht ein umfassendes Verständnis für den gesamten Lebenszyklus eines Luftfahrtprodukts – von der Entwicklung bis zur fertigen Komponente.